Alles ist Antwort, wüsste man nur die Frage.
All is answer, if we just knew the question.

Paul-Eerik Rummo


Aktuelle Termine –– Current Dates

2017
Do, 11.01. 11:00 h Faltet Eure Welt
Grips Theater – Podewil, Berlin
Fr, 12.01. 11:00 h Faltet Eure Welt
mit anschließendem Workshop
Grips Theater – Podewil, Berlin
19:30 h Faltet Eure Welt
mit anschließendem Workshop
Grips Theater – Podewil, Berlin
Sa, 13.01. 19:30 h Faltet Eure Welt
Grips Theater – Podewil, Berlin
Sa, 03.02. 18:30 h Europa- Premiere:
La peur doit changer de camp
– Angst muss die Seiten wechseln

Mit anschließendem Gespräch
TAK – Theater im Aufbau-Haus, Berlin
So, 04.02. 18:30 h La peur doit changer de camp – Angst muss die Seiten wechseln
TAK – Theater im Aufbau-Haus, Berlin
Di, 06.02. 20:00 h La peur doit changer de camp – Angst muss die Seiten wechseln
TAK – Theater im Aufbau-Haus, Berlin
Sa, 10.02. 18:30 h Land ohne Worte
TAK – Theater im Aufbau-Haus, Berlin
So, 11.02. 18:30 h Land ohne Worte
TAK – Theater im Aufbau-Haus, Berlin
Di, 22.05. 19:30 h Faltet Eure Welt
Grips Theater – Podewil, Berlin
Mi, 23.05. 18:00 h Faltet Eure Welt
mit anschließendem Workshop
Grips Theater – Podewil, Berlin
Do, 24.05. 11:00 h Faltet Eure Welt
Grips Theater – Podewil, Berlin
Fr, 25.05. 11:00 h Faltet Eure Welt
Grips Theater – Podewil, Berlin

alle Termine: siehe Kalender


Faltet Eure Welt

von Lydia Ziemke und Ossama »OzOz« Helmy

Ensembleproduktion in Koproduktion mit suite42 (Berlin) und dem Arab Origami Center (Ägypten)
In deutscher und arabischer Sprache

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Fotos: Jörg Metzner

»Freiheit ist echt kompliziert.
Freiheit heißt, zu lieben, wen man will.
Freiheit heißt, die Welt nicht zu retten.«


Mit: Esther Agricola, Jens Mondalski, Ossama »OzOz« Helmy / Konzept und Text: Lydia Ziemke und Ossama »OzOz« Helmy / Regie: Lydia Ziemke / Bühne / Kostüme: Afra Nobahar / Regieassistenz: Anna Elena Machmer / Origami-Design: Mostafa Elsherbiney / Komposition & Sounddesign: Öz Kaveller / Übersetzungen: Ahmed Farouk / Dramaturgie: Tobias Diekmann / Theaterpädagogik: David Vogel / Übertitel: Tarek Asi / Licht: Jerry Geiger / Ton: Patrizio Borghi


mehr / more

Der Origami-Künstler Ossama Helmy und Regisseurin Lydia Ziemke haben zusammen mit jungen Menschen aus Deutschland und Ägypten Geschichten über persönliche Freiheit und soziale Verantwortung entwickelt, die sie gemeinsam mit zwei Darsteller*innen aus dem GRIPS-Ensemble für die Bühne übersetzen. Mit Hilfe des »Storygami«, der Faltkunst aus Japan in Verbindung mit biographischem Material, erzählen sie von den Herausforderungen, Wünschen und Fragen der jungen Menschen beider Länder und denjenigen, die neu angekommen sind.

Wie will ich leben und was passiert um mich herum? Wo behaupte ich meinen Raum in der Gesellschaft? Wie weit geht meine persönliche Freiheit und wann hört sie auf? Wo sind wir verantwortlich für die Freiräume der Anderen? Wie wehren wir uns gegen Unterdrückung und welche Auswirkungen hat eine Revolution?


Growing up, exploring one’s limits and freedom, making decisions in life needs to be a conscious, strong process. The workshop series and performance »Fold Your World« uses the means of theatre and Origami in order to generate stories of different target groups in Germany and Egypt to inspire youth audiences to be the agent of their fate.

Folding a piece of paper in Origami will be the metaphor for taking decisions. Once it is taken, the fold will always be visible, it is the lived experience. We question people’s connections to social/political developments in their countries. We discuss the perspectives on the other country.

We will create a mobile theatre piece, accompanied by workshops and debates.

The cooperation is part of the program Tandem Shaml.


Premiere:
Donnerstag, 23.11.2017, 18:00 Uhr, Grips Theater Berlin


Pressestimmen

Worte auf Flügeln
»In der aktuellen Produktion nun vereinen sich die Papierfalt- und Schauspielkunst harmonisch. Kostüme und Bühnenbild von Afra Nobahar ordnen sich dem unter. […] Es geht um Freiheit in ›Faltet eure Welt‹ und darum, wie man sich seinen Lebensweg vorstellt. Dem nähert sich das Spiel in dreizehn Szenen, durch mitreißenden Sound von Öz Kaveller unterlegt. […] Mit vielen schnellen, ohne großen Aufwand gelungenen »Verwandlungen« ist das inszeniert.«
Lucía Tirado, Neues Deutschland, 25.11.2017

Der Kniff mit der Freiheit
»Hier entstehen anskizzierte Szenen mit Freiraum fürs Nachdenken und Weiterspinnen. […] So fügt sich die Inszenierung, auf Deutsch und Arabisch (mit Übertiteln), zu einem Faltkunstwerk, das jederzeit Gestalt und Richtung ändern kann. Und das ganz ohne Didaktik mit rein westlichen Perspektiven bricht.«
Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 27.11.2017

Sanft segeln die Papierflieger
»›Faltet eure Welt‹ zeichnet sich durch feinfühlige Sprachgewandtheit aus, die Dialoge entwickeln einen Rhythmus, rhythmisch gefaltet wird auch das Papier. Ein feministischer Monolog, der an die aktuelle Sexismusdebatte erinnert, bekommt ebenso Raum wie die Wünsche, lieben zu können, wen man möchte, oder ›nicht immer nur der Flüchtling‹ zu sein. Konstruiert wirkt das nicht, sondern zeigt schlüssig und humorvoll, wie vielschichtig der Blick auf Freiheit ist.«
Linda Gerner, taz, 27.11.2017


Kooperationspartner


Gefördert von

Dieses Projekt wurde im Rahmen von »Szenenwechsel«, einem Programm der Robert-Bosch-Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts gefördert.


La peur doit changer de camp – 
Angst muss die Seiten wechseln

Premiere: Dezember 2017 (Algerien) und Februar 2018 (Berlin)

Eine Kooperation mit dem Festival International du Theatre, Bejaia (Algerien)

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Fotos: Djamal Bouali

»Lasst uns die Toten befragen, bis sie ihre Geheimnisse ausspucken.«
Heiner Müller


Text: Omar Fetmouche und Lydia Ziemke / Regie: Lydia Ziemke / Spiel: Lydia Larini und Lucie Zelger / Musik: Rahima Kheloui aka Dassine / Komposition und Sound: Owen Lasch / Bühne und Kostüme: Claire Schirck / Dramaturgische Beratung: Rolf Hemke, Nabil Ziani / Produktionsleitung: Sofiane Boukemouche und Nina Eckhardt


mehr / more / plus d’info

Lydia aus Berlin und Lydia aus Algerien treffen in einem Transitbereich des Pariser Flughafens aufeinander. Dort herrscht eine kalte Atmosphäre der Angst. Jedes Geräusch wird als plötzliche Bedrohung wahrgenommen. Es ist nicht nur die Angst, Opfer der nächsten Bombe zu sein, es ist auch die Unsicherheit gegenüber der absoluten Willkür der Gewalt. Beide Frauen haben Erfahrungen mit Gewalt, doch waren dabei die Fronten erkennbar und auch ihre Ziele. Heute kann jeder überall Opfer der Anschläge werden.

Die Geschichten der beiden Frauen zeichnen Teile der geschichtlichen Entwicklungen in Europa, speziell in Ostdeutschland, und Nordafrika, speziell in Algerien, nach, die zu dieser Atmosphäre beigetragen haben. Und was sagen eigentlich die Frauen zu alledem?

Lydia from Berlin and Lydia from Bejaia meet in the transit area of Paris airport. There is a cold atmosphere of fear. Each sound is perceived as a threat. It is not simply the fear of being the victim of the next bomb, it is also the uncertainty about the absolute arbitrariness of the current violence. Both women have experience of violence, but then the fronts were recognizable and their goals were visible. Today everyone can be the victim of any attack.The stories of the two women reflect parts of the historical developments in Europe, especially in East Germany, and North Africa, especially in Algeria, which have contributed to this atmosphere. And what do the women say to all that?

Lydia de Berlin et Lydia de Bejaïa se rencontrent dans la zone de transit de l’aéroport à Paris. Il y règne une atmosphère froide de la peur. Chaque son est perçu comme une menace soudaine. Il n’y a pas que la peur d'être victimes de la prochaine bombe, il est également l’incertitude par rapport à l’arbitraire absolu de la violence d’aujourd'hui. Les deux femmes ont les experiences violentes, mais les fronts et leurs objectifs étaient dans un sense reconnaissables. Aujourd’hui, tout le monde peut être partout victimes des attentats. Les histoires des deux femmes sont caractérisées par des parties des développements historiques en Europe, en particulier dans l’Allemagne Est, et en Afrique du Nord, notamment en Algérie, qui ont contribué à cette atmosphère. Et ce quoi les femmes disent de tout cela?

Gefördert durch die Robert-Bosch-Stiftung und Szenenwechsel.


Januar 2017

Wiederaufnahme 2017:
And Then We Took Berlin

19.–22. Januar, jeweils 20:00 Uhr im Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin

Informationen zum Stück: Produktionen / UeberLebensElixier / And Then We Took Berlin.


November 2016

Land without Words by Dea Loher

translated from the German by David Tushingham

Zoukak Sidewalks Festival in Beirut

7.–14.11.2016

We were honoured to open ZOUKAK’s international Festival in Lebanon marking the 10th anniversary of the company, created also as a plattform for the Lebanese arts scene to showcase work of theatre and dance.

More information here:
facebook.com/Zoukak-Sidewalks
lebtivity.com/event/zoukak-sidewalks-2016-the-festival

Press:
lecourrier.ch
sueddeutsche.de

Dates

Tue, 08.11. 21:00 h The Mansion, Beirut
Wed, 09.11. 21:00 h The Mansion, Beirut

 

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.



Oktober 2016

Ferngespräche – مكالمة دولية

Long Distance Call III – Part 2:
Amer Khalil, Palestinian National Theatre /
El Hakawati, Jerusalem

“I came to the Hakawati when I was 17 old … 1989/90 we gave it away … then i took it over again a couple of years ago … and now, here we are in Germany, working on, what else, our identity!”

Ferngespräche / Amer Khalil


Juni 2016

Act Don’t React!

Open series of workshops with artists of different origins
for people with and without refugee history –
in cooperation with Schaubühne Berlin

© Piero Chiussi

(Information in Dari, Arabic, French and German see below)

We are on the road together!
On each first Saturday of the month we offer a safe room – inside all participants can stop for a moment and enjoy theatre together: with Music and Movement, with Writing and conversation, with Improvisation and Games, with our favourite films and our own stories.

Everything happens with and without language and in all languages.
Come by and bring your friends and family!
Please sign up by email or phone!

When?
Each first Saturday – 02.07., 06.08., 03.09., 01.10., 05.11, 03.12. 2016 and so on in 2017.

11:00 h  Meeting/Lunch
12:00–16:00 h  Workshop

Where?
Schaubühne am Lehniner Platz
Rehearsal Room 3 (Proberaum 3)
Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin

Who?
For all at the age of 16–100 years.

How?
Food, Drink and BVG-Tickets will be supplied. All languages welcome.

Sign up:

or call +49 - (0)176 - 27 38 27 52.

Every two months there will be a Workshop in a refugee home.
Please make suggestions, where we should do this!


Information in Dari, Arabic, French and German here:
 أفعل ولا تنفعل.pdf (251 kB)
 Act_Dont_React_Dari.pdf (326 kB)
 Act_Dont_React_FR.pdf (42 kB)
 Act_Dont_React_DE.pdf (43 kB)


Juni 2016

Film:
Freisein in the Labyrinth

Bino Byansi Byakuleka / Muhammed Lamin Jadama /
Lydia Beate Ziemke

Ein Mensch. Ein Gesicht. Eine Lebenszeit im Labyrinth der Asylbürokratie.

»…und so wollen wir alle den Oranienplatz erhalten als das Symbol für den Flüchtlingswiderstand in Europa…«
Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin Berlin-Kreuzberg, November 2013

Umschwirrt wird ein Mensch von allen Stimmen, die den Flüchtlingsprotest begleiten, von innen von außen, dafür dagegen, und immer tiefer hineindringend. Es sprechen Neuangekommene, Unterstützer, Politiker auf lokaler und föderaler Ebene, Künstler, Ängstliche, Journalisten, Nazis und Unentschlossene haltlos in der Spirale, die die Grenzen der Menschlichkeit in der bestehenden Gesetzeslage klar aufzeigt und letztlich den Worten jede Bedeutung raubt.


Im Film: Bino Byansi Byakuleka (Patras Bwansi) / Regie, Kamera, Schnitt: Muhammad Lamin Jadama und Lydia Ziemke / Ton und Schnitt: Jean Szymczak und Lydia Ziemke / Musik Komposition: Owen Lasch / Assistenz: Nina Eckhardt / Produktion: suite42

english

One Person. One face. One fate in the labyrinth of the asylum bureaucracy.

»…and so we all seek to keep the Oranienplatz as a symbol of the refugee protest in Europe…«
Monika Herrmann, District Mayor Berlin-Kreuzberg, november 2013

All the voices who accompany and guide the refugee protest swarm around one person, from inside outside, in favor against, and digging deeper and deeper. The newly arrived, supporters, politicians on local and federal levels, artists, worried citizens, nazis and the undecided are caught up in the spiral which shows up the limits of humanity within the current law situation, and in the process their words loose all meaning.


In the Film: Bino Byansi Byakuleka (Patras Bwansi) / Direction, Camera, Editing: Muhammad Lamin Jadama und Lydia Ziemke / Sound Editing: Jean Szymczak und Lydia Ziemke / Music Composition: Owen Lasch / Assistant: Nina Eckhardt / Production: suite42

Termine

27.–29.5. durchgehend 3. Bürgerbühnentagung, Badisches Staatstheater Karlsruhe
Sa, 04.06. 17:20 h Interventionen Festival Berlin
interventionen-berlin.de/samstag
18.+19.06. durchgehend Zuhören – Sasha Waltz & Guests, Radialsystem V Berlin
www.sashawaltz.de/produktionen

suite42 bringt internationale Theater- und andere Künstler für Theaterprojekte zusammen, die sich mit geschichtlichen Knotenpunkten und besonders mit den Auswirkungen von Gewalt und Migration auf Einzelne und Gesellschaften befassen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Bühnenpräsentation, es wird auch immer ein Kontext aus akademischen und anderen künstlerischen Quellen geschaffen.

Weitere Informationen: Über suite42

suite42, led by theatre director and dramaturg Lydia Ziemke, is a collective of international theatre practitioners and artists committed to work that engages with remarkable historical moments and in particular with the effects of violence, war and migration on society and individuals. suite42 focus does not lie on performance alone, but also on forming a context to each work from academic and other artistic sources.


unterstützt von:

Basisförderung und Einzelprojektförderung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und dem Senat Kulturellen Angelegenheiten.


in Kooperation mit:

suite42 – UK / France / Germany
 
Gastspielreise Marokko, 10.–20. März 2014: Workshop suite42 in Sefrou