Alles ist Antwort, wüsste man nur die Frage.
All is answer, if we just knew the question.

Paul-Eerik Rummo


Aktuelle Termine –– Current Dates

2020
ABOUT FRANCOIS - Westbank Tour postponed / Tour in den besetzten Palästinensischen Gebieten verschoben.
22. - 23. Mai DAS NACKTE GUTE LEBEN im Rahmen von CURSED TO LIVE IN INTERESTING TIMES
SchauSpielHaus Hamburg - in Kooperation mit ZOUKAK Studio, Beirut
Deutsch mit Arabischen Übertiteln

THE NAKED GOOD LIVE in the frame of CURSED TO LIVE IN INTERESTING TIMES
in Cooperation with ZOUKAK Studio, Beirut
In German with Arabic surtitles
& Tour nach/to Beirut

August 2020 FLUCHT NACH THÜRINGEN GESTERN & HEUTE II: AUFGETAUCHT
Sound Installation für das Kunstfest Weimar 2019

DAS NACKTE GUTE LEBEN - Video Teaser
(Video: Daniel Barzescu)

Momentan sind alle geplanten Vorstellungen und Gastspiele abgesagt. Wir wünschen allen ein gutes Durchkommen, durch diese gemeinsame Herausforderung.

At this moment all planned performances and touring activities have been suspended. We wish everyone to get through this common challenge well.



Sommer 2020

Flucht nach Thüringen – gestern und heute

Sound Installation für das Kunstfest Weimar 2019

Das Projekt »Flucht nach Thüringen – gestern und heute« widmet sich Menschen, die in den letzten 10 Jahren etwa aus Syrien, Afghanistan, dem Iran nach Thüringen gekommen sind, gleichermaßen wie solchen, die in den 1990ern aus den Balkan-Ländern oder direkt nach dem Fall der Mauer aus der ehemaligen Sowjetunion in den Freistaat kamen. Genauso bezieht das Projekt Menschen ein, die z. B. nach dem zweiten Weltkrieg aus den ehemals deutschen Gebieten in unsere Gegend kamen und blieben.

Die junge Berliner Künstlerin Lydia Ziemke recherchiert in verschiedenen Winkeln von Thüringen, spricht mit Vertriebenen und Geflohenen und Zugewanderten, taucht in Archive ein, um die Geschichten und Erfahrungen von neuankommenden Thüringer*innen damals und heute zu erzählen.

Dabei kommen einige von ihnen selbst zu Wort. In mehreren Workshops haben sie ihre Erfahrung vom Wechsel des Lebensortes auf Kernemotionen konzentriert und kommunizieren diese in einem Text oder Hörerlebnis durch berühmte Kunstwerke gefiltert - darunter Texte von Schiller und Hafiz, Skulpturen wie den Versunkenen Riesen in Weimar, Gemälde wie die Mona Lisa, aber auch Architektur und Heavy Metal Musik. Während die nur erzählte Fluchtgeschichte Fakten liefert und Mitleid erzeugt, soll diese Art der Vermittlung die Menschen mit und ohne die Erfahrung der Aus- bzw. Einwanderung über die ihnen gemeinsame Würdigung der Kunst verbinden.

2019 gibt eine Hörstation Einblick in diese Arbeit, die 2020 in einer komplexeren Audio-Installation aufgehen wird.

Auszüge:

„Diese Skulptur (hier am Frauenplan) das bin ich. Ich bin versunken.
Sein und mein Herz sind nicht versunken.
Aber die anderen Teile des Menschen, die verloren gegangen sind, die begraben wurden, die versunken sind, kann man die retten?“

Roghaye Wiseh

„Aber was passiert, wenn ihr zarter Porzellan-Körper es nicht mehr schafft, den Druck und den Schmerz auszuhalten? Kann das Metall sie ewig zusammenhalten?
Wenn nicht, dann versinkt sie in Schmerz. Das ist der Kampf. Nicht versinken.“

Sanaz Garshasebi (über ein Selbstportrait von Frida Kahlo)

„Ich bin die Mona Lisa. Angekommen hat es mich zerrissen, zerschnitten, zerknittert, zerknüllt. Aber dann habe ich verstanden. Ich bin hier und das ist gut. Ich werde ich, Und nun kann ich Euch zulächeln. Ihr seht mich, ich interessiere Euch. Und Ihr interessiert mich auch.“
Hossein Bahramian

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Recherche + Konzept + Regie: Lydia Ziemke (suite42) / Von und mit: Hossein Bahramian, Sanaz Garshasebi, Baldur Haase, Tahera Hashemi, Idris Izzeddin, Leila Khorshandi, Shiva Makari, Amirreza Makari, Yashar Naghi, Nezhad Nobakht, Majid Pashankpour, Rabia Omrani, Bernhard Post, Roghaye Wiseh, und indirekt ein 1945 Vertriebener aus Schönlinde in Nordböhmen, heute Krásná Lípa, Tschechien.

Großer Dank an Alfred Bax,Uta Bretschneider, Frank Boblenz, das Mehrgenerationenhaus Weimar West, NAHT-Stelle, Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V. - Region Mittelthüringen, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar GmbH, Fabian Kühnlein, Bauhaus-Universität Weimar, Klassik Stiftung Weimar.

Ausstattung: Afra Nobahar / Musik: Öz Kaveller / Übersetzung: Leila Khorsandi / Tonaufnahmen + Postproduktion: Nils Lauterbach / Produktionsleitung: Chris Lehnemann / Produktion: Kunstfest Weimar / Förderung: Thüringer Staatskanzlei

Zur Audiodatei mit Bildern


April 2019 - November 2020

CURSED TO LIVE IN INTERESTING TIMES

Eine Kooperation von suite42, Deutsches Schauspielhaus Hamburg und Zoukak Studio Theatre Beirut.
A collaboration of suite42, Deutsches Schauspielhaus Hamburg and Zoukak Studio Theatre Beirut.

GHALIA (Zoukak-April 2019) &
DAS NACKTE GUTE LEBEN (suite42-Nov/Dez 2019)

Über einen Zeitraum von 2 Jahren arbeiten suite42, das Hamburger Schauspielhaus und die Zoukak Theatre Company mit ihrem Studio in Beirut zusammen unter dem Stichwort „CURSED TO LIVE IN INTERESTING TIMES“.

Kern ist dabei das gegenseitige Interesse an der künstlerischen Arbeit und die tiefgreifende inhaltliche, politische und methodische Auseinandersetzung damit. Der Blick wird auch gerichtet auf die postkoloniale, globalpolitisch zugespitzte Realität im Kontext der Umwälzungen in nah- und mittelöstlichen Ländern und auf die zunehmende Verantwortung der jungen Generationen in beiden Regionen, Alternativen zu politischer und innergesellschaftlicher Gewalt zu finden. Zwischen den Städten Hamburg, Beirut und Berlin entstehen zwei Produktionen, zu sehen in allen 3 Städten und von Kontextprogrammen in verschiedenen Formaten kritisch begleitet.

„DAS NACKTE GUTE LEBEN“ mit Schauspieler*innen von suite42 und dem Schauspielhaus in Hamburg, unter Mitarbeit von Zoukak. suite42 stehen gewissermaßen am anderen Ufer der vorausgegangenen Produktion „GHALIA“ aus Beirut, in einer visionären Versuchsanordnung. Während „GHALIA“ aus einer Krisenregion kommt, spielt „DAS NACKTE GUTE LEBEN“ in einer Region, die sich schwer tut, politische Antworten auf die drängenden Klimafragen unserer Zeit zu geben und die im Begriff ist, ihre erkämpften Werte aufzugeben.

Das nackte gute Leben - الحياه العارية الحَسنة
von suite42

Deutsch mit arabischen Übertiteln

Hamburg - Premiere am 7. Februar 2020 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Weitere Vorstellung am 8. Februar 2020 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg

Fast 80 Jahre lang hat die Idee des nuklearen Showdowns die kollektive Fantasie der Menschheit erfüllt. The Big Blast, Menschen verwandelt in Skelette, Fettflecke, Asche. Parallel dazu zieht schleichend und unauffällig herauf, was heute als Klimakatastrophe Realität geworden ist – als wucherndes Symptom globaler Zerstörung – als unsere Gegenwart, mit ihren so unsagbar traurigen und hilflosen Maßnahmen, zehn Euro für die Tonne Abgas, drei Cent mehr für den Sprit. Was bleibt zu tun? Der Panik nachgeben, Autos in die Luft jagen oder hedonistisch in den Untergang tanzen? Und die Zukunft, wie wird sie aussehen? Wird Geschichte Geschichte sein, Sprache, Wissenschaft, Kunst noch da in Relikten, die Menschen unbelasteter und glücklich?
1962, 2019, 2080: Eine junge Frau klammert sich an einen alten Bunker, eine Beruhigung vor der großen Lösung oder der Radikalisierung. Ein halbes Jahrhundert später begegnet man dort Menschen, die nach der Einsicht in die Unfähigkeit des menschlichen Kollektivs und nach dem Anbeginn einer neuen, post-anthropozänen Epoche, ein Leben mit neuem Regelwerk gestalten.
Eine internationale Annäherung an die Möglichkeit einer geteilten Zukunft von suite42, der ZOUKAK Theatre Company aus Beirut und dem Deutschen SchauSpielHaus im Rahmen des Fonds »Doppelpass« der Kulturstiftung des Bundes.

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Mit: Roland Bonjour, Eva Bühnen, Rosemary Hardy, Öz Kaveller, Owen Lasch, Stefan Stern, Lucie Zelger; Regie: Lydia Ziemke; Bühne und Kostüme: Claire Schirck; Musik: Öz Kaveller; Sound Design: Owen Lasch; Dramaturgie: Ralf Fiedler, Bastian Lomsché; Technische Leitung Tour: Stefan Ionita; Licht: Björn Salzer; Produktionsleitung: Laura Werres; Assistenz Tour: Marie Rossmanith, Joelle Westerfeld; Übersetzung: Raman Khalaf; Übertitel: Raman Khalaf (PANTHEA); nach einer Idee von: Miriam Edlich-Muth


Die Produktion GHALIA entstand Ende 2018 – März 2019 in Beirut. Als Stoff zuerst vom Royal Court Theatre und dem British Council geschrieben, befreit sich eine junge schwangere Frau aus einer traditionellen Familie und trifft auf Frauenfiguren aus Mythologie, Geschichte und Widerstand der Gegenwart, bis sie die Küste gegenüber Europa erreicht.
Weitere Informationen


Termine 2019

GHALIA: März – April 2019:

Uraufführung am 23. März 2019 im Zoukak Studio Theatre in Beirut.
Vorstellungen laufen bis zum 29.3.2019.
Am 4., 5. und 6. April 2019 war „GHALIA“ am Schauspielhaus in Hamburg zu sehen.
Am 11. und 12. April 2019 war GHALIA am tak Theater Aufbau Kreuzberg in Berlin zu sehen.

DAS NACKTE GUTE LEBEN: Nov./Dez. 2019

Voraufführungen im Deutschen Schauspielhaus Hamburg am 2.,4.,15. und 16. November 2019.
Premiere in Berlin am 11. Dez. 2019 am tak Theater Aufbau Kreuzberg.
Weitere Vorstellung am 12. Dez. 2019 und in 2020 in Hamburg und Beirut (u.a.).

Pressestimmen:

Natalie Fingerhut in „Die Deutsche Bühne“ , 01/2020

"Die Voraufführung von »Das nackte gute Leben« im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses, im Stück ein Bunker der Abteilung Alpha Omega 2224. Hier kommt eine scheinbar zufällig zusammengewürfelte Gruppe zusammen. Mit vier Figuren bildet Lydia Ziemke einen Querschnitt heutiger Haltungen zur Klimakrise ab: vom Yuppie, der davon ausgeht, dass das Leben auf der Erde ohnehin früher oder später ein Ende hat, und daher überhaupt nicht einsieht, sich zu beschneiden – bis zur jungen Extremistin, die einen Zug mit fabrikfrischen SUVs zum Entgleisen gebracht hat.(...) Das ist alles, was Lydia Ziemke braucht, um ihr Ensemble eine skurril-komische und teilweise sehr bedrückende Endzeitrevue entwickeln zu lassen. Dazu kommen drei Spieler und die Musiker von suite42 sowie zwei Schauspielerinnen vom Deutschen Schauspielhaus. Beeindruckend homogen agiert das gemischte Ensemble auf der Bühne. Hier haben sich sichtlich alle auf die Arbeitsweise des jeweils anderen eingelassen."

Podcast: Nahostcast spricht mit Lydia Ziemke über „das nackte gute Leben“, Produktionen von suite42 Zwischen Klimakrise und arabischem Frühling – Was kann Theater?
www.nahostcast.de


GHALIA (Zoukak-April 2019) &
THE NAKED GOOD LIFE (suite42-Nov/Dec 2019)

Over a period of two years, suite42, the Hamburger Schauspielhaus and the Zoukak Theatre Company with their studio in Beirut have been working together under the keyword “CURSED TO LIVE IN INTERESTING TIMES”.

The heart of the three partners’ cooperation is their mutual interest in the profound, content-based, political and methodological examination of artistic work. This view is additionally directed toward the global, post-colonial reality in the context of the upheavals in the Middle East as well as the increasing responsibility of younger generations to find alternatives to political and social violence. Two productions will be created between Hamburg, Beirut and Berlin, accompanied by various programming providing further context.

„THE NAKED GOOD LIFE“ with actors from suite42 and Schauspielhaus Hamburg, with the cooperation of Zoukak. In a visionary experiment suite42 is standing on the other shore. While GHALIA comes from a region of crisis, "THE NAKED GOOD LIFE" is set in a region that finds it difficult to provide political answers to the pressing climate crisis of our time and is nearly at the point of forfeiting its hard-won values.

THE NAKED GOOD LIFE - الحياه العارية الحَسنة
by suite42

German with Arabic surtitles

Hamburg Premiere on Feb. 7th 2020 at Schauspielhaus Hamburg
Further show on Feb 8th 2020 at Schauspielhaus Hamburg

Further shows planned in Hamburg, Berlin and Beirut.

For almost 80 years, the idea of nuclear showdown has filled the collective imagination of humanity. The Big Blast - people turned into skeletons, grease stains, ashes. At the same time there rose quietly what today is called the climate catastrophe - symptom of the continuous presence of worldwide destruction - with its helpless measures like ten euros for a ton of exhaust gas or three cents more for the litre of gasoline. What remains to be done? Give in to panic, blow up cars or dance hedonistically on the volcano? And the future, what will it look like? Will history be history? Will language, science, art still there as relics, will the remaining people more unencumbered and happy?
1962, 2019, 2080: A young woman clings to an old bunker, a reassurance before the great solution or radicalization. Half a century later, people are reborn there, who, having realized the incapacity of the human collective and after the beginning of a new, post-anthropocene era, create a life with a new set of rules.
An international approach to the possibility of a shared future of suite42 from Berlin, the ZOUKAK Theater Company from Beirut and the German SchauSpielHaus Hamburg.


With: Roland Bonjour, Eva Bühnen, Rosemary Hardy, Öz Kaveller, Owen Lasch, Stefan Stern, Lucie Zelger; Director: Lydia Ziemke; Set and Costumes: Claire Schirck; Music/Composition: Öz Kaveller; Sound Design: Owen Lasch; Dramaturgy: Ralf Fiedler, Bastian Lomsché; Technical Director Tour: Stefan Ionita; Light: Björn Salzer; Production Manager: Laura Werres; Assistance Tour: Marie Rossmanith, Joelle Westerfeld; Translation: Raman Khalaf; Subtitles: Raman Khalaf (PANTHEA); Based on an idea from: Miriam Edlich-Muth


The production GHALIA was created at the end of 2018 through March 2019 in Beirut and was first developed by the Royal Court Theater and the British Council. A young pregnant woman frees herself from a traditional family and encounters female figures from mythology, history and resistance of today until she reaches the coast opposite Europe.
Further information


Dates in 2019:

GHALIA from March – April 2019:

Premiere of GHALIA on March 23rd 2019 at Zoukak Studio Theatre in Beirut.
On April 4th, 5th and 6th, 2019, GHALIA was shown at Schauspielhaus in Hamburg.
On April 11th and 12th, GHALIA will be shown at tak Theater Aufbau Kreuzberg in Berlin.

THE NAKED GOOD LIFE: Nov./Dec. 2019

Preview Shows at Schauspielhaus Hamburg on November 2nd, 4th, 15th and 16th 2019.
Premiere on Dec. 11th 2019 at 8pm in Berlin at tak Theater Aufbau Kreuzberg.
Further show on Dec. 12th 2019 at 8pm at tak theatre and in 2020 in Hamburg/Beirut.

In Kooperation mit: / In cooperation with: / بتعاون



Gefördert im Fonds Doppelpass der: / Funded by the Doppelpass Fund of the: / بدعم


August 2018 - November 2019

ABOUT FRANCOIS

von suite42 Berlin und El Hakawati Theatre Jerusalem

(Copyright: Jacob Jurkosek)

Was können wir sagen? Über Francois. Wir können sagen, was er gemacht hat. Theater. Und auch wo er es gemacht hat. Hier in Jerusalem. Und wer er war, irgendwie. Künstler, Leiter, Ausgestoßener, Protagonist, Leidender, Liebhaber und ... Narziss. Oder warum zum Teufel musste er am 1. Oktober 2011 von einem Hochhaus in den Tod springen?

Wir treffen uns im Schatten seines Erbes - auf seiner Bühne, dem El Hakawati - um über ihn zu sprechen. Und über uns. Weil er es wollte.

Das palästinensische Nationaltheater El Hakawati und suite42, Berlin, zeigen eine performative Studie über das Leben und Werk von Francois Abu Salem, dem palästinensischen Theaterkünstler in Jerusalem mit ungarisch-französischer Herkunft.

Die Aufführung wird auf Arabisch, Englisch und anderen Sprachen sein.

Credits: Jakob Jurkosek
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With: Mays Assi, Meriam Basha, Muhamad Basha, Lucy Ellinson, Ala Abu Gharbieh, Amer Khalil, Valentin Schmehl Concept: Amer Khalil, Lydia Ziemke, Stefan Stern Text: Lydia Ziemke, Stefan Stern und Ensemble Directed by: Lydia Ziemke Dramaturgy: Stefan Stern Stage / Costume Design: Claire Schirck Directing Assistant: Muna Basha & Ameena Adileh Stage and Costume Assistant: Rawan Abu Ghosh Translation: Raed Samara Production Management: Georgina Asfour & Laura Werres Sound, Light & Technical Support: Ramzi El Sheik Qassem & Imad Samara Administrative Crew of the Theatre: Jamila Abed Rabboh, William Theodori, Huda Al Imam

Produced by the Palestinian National Theatre- El Hakawati


Termine 2019

Mi, 27.11. About FrancoisEl-Hakawati Theatre in Jerusalem
Do, 28.11. About FrancoisEl-Hakawati Theatre in Jerusalem
Fr, 29.11. About FrancoisEl-Hakawati Theatre in Jerusalem

Eine nationale und internationale Tour sind in Planung.

Funded: by the International Coproduction Fund of the Goethe Institute, UNDP and The Islamic Development Bank and by the German Representation Office, Ramallah, and the Federal Foreign Office.

Gefördert: vom Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts, UNDP und der Islamic Development Bank und vom Deutschen Vertretungsbüro, Ramallah und dem Auswärtigen Amt.


Frühjahr 2020

GeRecht (AT)

*** eine Theaterserie in progress ***

Credits: suite42

„Dieses so effiziente, perfekt koordinierte System kommt ohne ein einziges Blatt Papier aus, das die Vorgänge erklärt und Vorschriften festhält, es verdient großen Respekt. Dabei glaubt in der Ameisenwelt niemand an irgendwelche Belohnungen im Diesseits oder Jenseits. Ameisen sind aus meiner Sicht die einzigen Lebewesen, die wahrhaftig nach ihrem Gewissen handeln, ohne jemals eines gehabt zu haben.“ aus GeRecht (AT)

Hier das Recht, da Gerechtigkeit, dazwischen Menschen. Vor dem Asylgericht gilt nur die Wahrheit, doch dort ist die Wahrheit nur das, was bewiesen werden kann. Eine berühmte Richterin kommt kurz vor dem Ruhestand an den Punkt, verschiedene Versionen der Wahr-heit anerkennen zu müssen, und eine mögliche, aber dynamischere Auslegung ihres Gesetzes zu praktizieren. Auf der Suche nach ihrem Sohn ist sie plötzlich selbst auf die Menschen angewiesen, die da herkommen, wo er verschwand.
„GeRecht (AT)“ blickt auf das deutsche Asylrecht und sucht darin nach dem Raum für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und der Kraft von Einzelschicksalen in den Mühlen der Bürokratie.

“This so efficient, perfectly coordinated system does not require a single sheet of paper to explain what is going on or to keep regulations, it deserves great respect. Although, in the ant world, nobody believes in any rewards in this world or the afterlife. In my view, ants are the only creatures that truly act according to their conscience without ever having had one.” from JUST(ICE) (WT)

Here the law, there justice, in between people. Only the truth counts before the asylum court, but the truth there is only what can be proven. A famous judge, approaching retirement, comes to the point of having to recognize different versions of the truth and to practice a possible but more dynamic interpretation of her law. In the search for her son, she is suddenly dependent on the people who come from where he disappeared.
“INJUST(ICE) (WT)” looks at German asylum law and searches for the space for humanity, justice and the power of individual fates in the mills of bureaucracy.


Credits: suite42

Regie: Lydia Ziemke; Autor*innen: Peca Stefan, Mehdi Moradpour, Ghiath Al Mhitawi, Matin Soofipour Omam; Dramaturgie: Maria Milisavljevic; Produktionsleitung: Tammo Walter


Termine:

Premieren ab Frühjahr 2020
www.tak-berlin.de


Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


Ongoing

Ferngespräche – مكالمة دولية

Long Distance Call III – Part 2:
Amer Khalil, Palestinian National Theatre /
El Hakawati, Jerusalem

“I came to the Hakawati when I was 17 old … 1989/90 we gave it away … then i took it over again a couple of years ago … and now, here we are in Germany, working on, what else, our identity!”

Ferngespräche / Amer Khalil


suite42 bringt internationale Theater- und andere Künstler für Theaterprojekte zusammen, die sich mit geschichtlichen Knotenpunkten und besonders mit den Auswirkungen von Gewalt und Migration auf Einzelne und Gesellschaften befassen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Bühnenpräsentation, es wird auch immer ein Kontext aus akademischen und anderen künstlerischen Quellen geschaffen.

Weitere Informationen: Über suite42

suite42, led by theatre director and dramaturg Lydia Ziemke, is a collective of international theatre practitioners and artists committed to work that engages with remarkable historical moments and in particular with the effects of violence, war and migration on society and individuals. suite42 focus does not lie on performance alone, but also on forming a context to each work from academic and other artistic sources.


unterstützt von:

Basisförderung und Einzelprojektförderung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und dem Senat Kulturellen Angelegenheiten.


in Kooperation mit:

suite42 – UK / France / Germany
 
Lila Risiko Schachmatt IV: Und jetzt bitte direkt in die Kamera, Heimathafen Neukölln / Probebühne, Juni 2013 / Foto: Piero Chiussi