Frühjahr 2020

GeRecht (AT)

*** eine Theaterserie in progress ***

Credits: suite42

"Dieses so effiziente, perfekt koordinierte System kommt ohne ein einziges Blatt Papier aus, das die Vorgänge erklärt und Vorschriften festhält, es verdient großen Respekt. Dabei glaubt in der Ameisenwelt niemand an irgendwelche Belohnungen im Diesseits oder Jenseits. Ameisen sind aus meiner Sicht die einzigen Lebewesen, die wahrhaftig nach ihrem Gewissen handeln, ohne jemals eines gehabt zu haben." aus GeRecht (AT)
Hier das Recht, da Gerechtigkeit, dazwischen Menschen. Vor dem Asylgericht gilt nur die Wahrheit, doch dort ist die Wahrheit nur das, was bewiesen werden kann. Eine berühmte Richterin kommt kurz vor dem Ruhestand an den Punkt, verschiedene Versionen der Wahr-heit anerkennen zu müssen, und eine mögliche, aber dynamischere Auslegung ihres Gesetzes zu praktizieren. Auf der Suche nach ihrem Sohn ist sie plötzlich selbst auf die Menschen angewiesen, die da herkommen, wo er verschwand.
„GeRecht (AT)“ blickt auf das deutsche Asylrecht und sucht darin nach dem Raum für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und der Kraft von Einzelschicksalen in den Mühlen der Bürokratie.

"This so efficient, perfectly coordinated system does not require a single sheet of paper to explain what is going on or to keep regulations, it deserves great respect. Although, in the ant world, nobody believes in any rewards in this world or the afterlife. In my view, ants are the only creatures that truly act according to their conscience without ever having had one." from INJUST(ICE) (WT)
Here the law, there justice, in between people. Only the truth counts before the asylum court, but the truth there is only what can be proven. A famous judge, approaching retirement, comes to the point of having to recognize different versions of the truth and to practice a possible but more dynamic interpretation of her law. In the search for her son, she is suddenly dependent on the people who come from where he disappeared.
„INJUST(ICE) (WT)” looks at German asylum law and searches for the space for humanity, justice and the power of individual fates in the mills of bureaucracy.


Credits: suite42

Regie: Lydia Ziemke; Autor*innen: Peca Stefan, Mehdi Moradpour, Matin Soofipour Omam; Dramaturgie: Maria Milisavljevic; dramaturgische Mitarbeit: Ghiath Al Mhithawi; Produktionsleitung: Tammo Walter


Termine:

Premieren ab Frühjahr 2020
www.tak-berlin.de


Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

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»Die Wand« von und mit Tahera Hashemi, Ballhaus Ost, Februar 2016